Ankündigung: Abschlussworkshop des Projektes

Wir möchten Sie herzlich zum Abschlussworkshop unseres Projektes „Ressourcenschonendes Arbeiten“ einladen.

Dieser wird am 18.02.2016 von 13:30 Uhr bis 16:30 Uhr bei Terhalle Holzbau in Ahaus-Ottenstein stattfinden.

Neben einem kompakten Einblick in die Kompetenzentwicklungsinititative „Ressourcenschonendes Arbeiten“ erhalten Sie die Möglichkeit mit unseren Praxispartnern über Herausforderungen und Erfolgsfaktoren des ressourcenschonenden Arbeitens zu diskutieren sowie in einer Übung Verschwendung und Belastung auf den Grund zu gehen.
Vor der Veranstaltung und im Anschluss daran, haben Sie die Möglichkeit sich bei einem kleinen Imbiss mit anderen Praktikern auszutauschen.

Eine Anmeldung zum Workshop ist bis zum 09.02.2016 unter stefanie.bengfort@ifi-ge.de möglich.

Wir freuen uns darauf, Sie zu unserem Abschlussworkshop begrüßen zu dürfen.

Video zur Verschwendungsart „Bestände“

Diese Woche möchten wir wieder ein neues Video vorstellen. Diesmal geht es um das Thema „Bestände“.

Bestände bezeichnen aufgebaute (Zwischen-)Lager, welche im Unternehmen für die Fertigung eines Produkts benötigt werden. Diese sollen die Produktion und Auslieferung bei Engpässen oder Problemen in vorgelagerten Bearbeitungsschritten aufrecht erhalten oder zu Entlastungseffekten führen, wenn Mitarbeiter sich dadurch weniger abhängig von vorgelagerten Arbeitsschritten fühlen.
Die Existenz von Lagerbeständen kann jedoch auch von einer anderen Seite betrachtet werden. Bestände verursachen Lagerhaltungskosten und binden vor allem Kapital. Bei unübersichtlichen und vollen Lagern können Teile in Vergessenheit geraten, gegebenenfalls veralten und wertvollen Platz für neue Ware in Anspruch nehmen.
Neben finanziellen Nachteilen können Bestände auch zu Belastungen seitens der Mitarbeiter führen, aufgrund langer Suchzeiten im Lager oder aber auch durch das Gefühl den Überblick verloren zu haben.

Die Ursache für oftmals unstrukturierte, undurchsichtige und überfüllte Lagerbestände liegt in einer mangelhaften Kommunikation bezüglich benötigter und vorhandener Materialien. Ein bewährter Lösungsansatz für eine bessere Koordination und Abbau von Beständen kann in dem Supermarkt-Prinzip gesehen werden.
Das Supermarkt-Prinzip beschreibt einen Vorgang, bei dem der Kunde aus einem vollen Regal die benötigte Menge seines gewünschten Produktes entnimmt und dieser Fehlbestand unmittelbar registriert und das Regal wieder ausreichend aufgefüllt wird. Dieses Vorgehen kann auf Produktionsbetriebe, genauer gesagt auf den Umgang mit Lagerbestände übertragen werden.
Es ist oftmals zu aufwendig ein Lager direkt komplett umzugestalten, aber es ist durchaus sinnvoll Schritt für Schritt daran zu arbeiten um den Lagerbestand letztendlich reduzieren zu können. Machen Sie sich zunächst Gedanken um das Material in Ihrem Lager und an welchen Stellen Sie beginnen möchten. Denken Sie darüber nach welches Material in großer Menge auf Lager ist, unnötig viel Kapital bindet und vor sich hin altert. Wird von dem Material ein Sicherheitsbestand im Lager benötigt oder kann es nicht eventuell zum gewünschten Zeitpunkt direkt vom Zulieferer ersetzt oder hergestellt werden?
Eine Datensammlung bezüglich notwendiger Informationen über die Materialen, beispielsweise die Lieferzeit, die Zahl der Materialentnahmen oder die Zeiträume zwischen den Entnahmen und ob diese längerfristig geplant oder ungeplant bedarfsgesteuert entnommen wurden, könne darüber Aufschluss geben.
Mit Hilfe des Supermarkt-Prinzips und der Kommunikation zwischen allen Beteiligten über die Entnahmen und Neubesetzung des leeren Materialplatzes, können Bestände langfristig abgebaut werden.

Bestände finden Sie allerdings nicht nur in (Zwischen-)Lagern. Auch in Schreibtisch-Schubladen, Werkzeug-Kästen, Ordnern oder auf der Festplatte lagern wir häufig weitaus mehr Dokumente und Materialien als wir eigentlich brauchen. Im schlimmsten Fall werden so benötigte Teile nicht mehr gefunden oder vorhandenes Material vergessen und irgendwann neu angeschafft oder erstellt. Hier kann es helfen mit Hilfe von 5S Ordnung zu schaffen und diese dauerhaft aufrecht zu erhalten. Das Prinzip von 5S stellen wir Ihnen im Video zu „Wartezeiten“ (zum entsprechenden Blog-Eintrag) vor.

Dieses sowie weitere Videos finden Sie auch auf unserer Webseite unter „Videos“.

Video zur Verschwendungsart „Bearbeitungsprozesse“

Heute möchten wir wieder ein neues Video vorstellen. Diesmal geht es um das Thema „Bearbeitungsprozesse“.

Prozesse oder Fertigungsverfahren können ohne Notwendigkeit für das Endprodukt übermäßig komplex ausfallen bzw. mit unnötig hohem Ressourceneinsatz realisiert werden. Diese unangemessenen verschwenderischen Prozesse können in der Produktion zu einer ungleichmäßigen Belastung und Monotonie führen oder im Betrieb allgemein zu Abstimmungsproblemen, Wartezeiten sowie damit verbundenem späterem Zeitdruck führen und somit die Mitarbeiter belasten.
Die kontinuierliche Optimierung von Bearbeitungsprozessen kann dazu beitragen unnötige Prozessschritte und somit nicht wertschöpfende Tätigkeiten im Betrieb weitgehend zu eliminieren.
Gerade in der Produktion wurde der Produktionsprozess mit seinen einzelnen Arbeitsschritten in vielen Unternehmen bereits optimiert und abgestimmt. Doch wie sieht es mit den unterstützenden Prozessen in Verwaltung und Management aus?

Ein gängiges und Ihnen vielleicht bekanntes Beispiel kann in dem oftmals unnötigen Abhalten von Meetings gesehen werden, bei denen am Ende keine Entscheidung getroffen, keine Verantwortlichkeiten verteilt oder keine weiteren notwendigen Ziele vereinbart wurden.
Meetings sind durchaus wichtig, um Beziehungen aufzubauen, sich mit Kollegen auszutauschen, aber oftmals wird doch einfach nur unnötig viel Zeit verschwendet.
Es stellt sich die Frage wie die Durchführung und der Ablauf eines Meetings optimiert werden könnte um letztendlich zielführend und produktiv zu werden.
Das Erstellen einer Checkliste mit Punkten für die Vorbereitung und das Meeting selbst stellen eine Lösung des Problems dar. Werden Sie sich klar darüber, welches Ziel und letztendlich welches Ergebnis Sie von dem Meeting erwarten, welche Kollegen teilnehmen sollten, legen Sie eine Agenda für das Meeting fest und lassen sie diese den am Meeting teilnehmenden Mitarbeitern zur Vorbereitung zukommen. Während des Meetings sind das Führen eines Protokolls und das Definieren von Folgeaufgaben für weitere Meetings hilfreich.
Somit sollten unnötige Meetings in Zukunft wegfallen.

Dieses sowie weitere Videos finden Sie auch auf unserer Webseite unter „Videos“.