Abschluss des Projekts „ResA“

Das Projekt „ResA“ nähert sich dem Ende.
Am 18. Februar fand bei Torhalle Holzbau, einem der Projektpartner, der Abschlussworkshop des Projekts statt.
Nach einer kurzen Vorstellung des Projekts und der entwickelten Materialien, gaben einige der Erprobungspartner einen kurzen Einblick, wie die Workshops und die Umsetzung der angestoßenen Verbesserungen bei ihnen abliefen. Darüber hinaus wurde mit den Teilnehmern über die Erfolgsfaktoren und Hemmnisse bei der Einführung und Umsetzung eines ressourcenschonenden Arbeitens diskutiert.

Anschließend durften sich die Teilnehmer in mehreren Gruppen beim Turmbau messen und dabei selbst erfahren, wie sich ungünstige Arbeitsbedingungen auf das Erreichen der Ziele und das eigene Belastungsempfinden auswirken können.

Im Anschluss an den Workshop hatten interessierte Teilnehmer noch die Möglichkeit an einer Führung durch die Ausstellungsräume des Gastgebers Torhalle Holzbau teilzunehmen.

Nach einer letzten Überarbeitungsphase werden Ihnen die Webseite und die Materialien zum ressourcenschonenden Arbeiten auch ich Projektende weiterhin zur Verfügung stehen.

Ankündigung: Abschlussworkshop des Projektes

Wir möchten Sie herzlich zum Abschlussworkshop unseres Projektes „Ressourcenschonendes Arbeiten“ einladen.

Dieser wird am 18.02.2016 von 13:30 Uhr bis 16:30 Uhr bei Terhalle Holzbau in Ahaus-Ottenstein stattfinden.

Neben einem kompakten Einblick in die Kompetenzentwicklungsinititative „Ressourcenschonendes Arbeiten“ erhalten Sie die Möglichkeit mit unseren Praxispartnern über Herausforderungen und Erfolgsfaktoren des ressourcenschonenden Arbeitens zu diskutieren sowie in einer Übung Verschwendung und Belastung auf den Grund zu gehen.
Vor der Veranstaltung und im Anschluss daran, haben Sie die Möglichkeit sich bei einem kleinen Imbiss mit anderen Praktikern auszutauschen.

Eine Anmeldung zum Workshop ist bis zum 09.02.2016 unter stefanie.bengfort@ifi-ge.de möglich.

Wir freuen uns darauf, Sie zu unserem Abschlussworkshop begrüßen zu dürfen.

Video zur Verschwendungsart „Bewegung“

Wie bereits im letzten Blogpost angekündigt, werden wir in der nächsten Zeit in regelmäßigen Abständen kurze Videos zu den einzelnen Verschwendungsarten veröffentlichen. In diesen wird beispielhaft anhand einer kurzen Geschichte gezeigt, wie mit den Instrumenten des ressourcenschonenden Arbeitens Verschwendung und Belastung entdeckt, analysiert und verringert werden kann.

Im heutigen Video geht es um das Thema der übermäßigen Bewegung.

In einem gewissen Rahmen ist Bewegung am Arbeitsplatz gesundheitsförderlich und kann zu Entlastung führen. Gerade an bewegungsarmen (Schreibtisch-)Arbeitsplätzen wäre es daher häufig eher kontraproduktiv die Bewegung weiter auf das absolute Minimum zu reduzieren. Der Gang zum Kopierer oder zum zentral aufgestellten Materialschrank wirkt sich in diesem Fall als Belastungswechsel und kleine Erholungsphase meist positiv aus.
Anders sieht dies bei denjenigen Tätigkeiten aus, in denen sich die Beschäftigten sowieso schon viel bewegen müssen, sei es im Lager, in einer Werkstatt oder auch in einem Krankenhaus. Viele unnötige Wege können dazu führen, dass die Beschäftigten am Ende des Tages unter Schmerzen und Erschöpfung leiden. In einigen Fällen lassen sich diese unnötigen Wege durch kleine Änderungen im Layout oder im Arbeitsablauf jedoch erheblich reduzieren.

 

Dieses sowie weitere Videos finden Sie auch auf unserer Webseite unter „Videos“.

Verschwendungsarten und mögliche Belastungen

In unserem Projekt zum ressourcenschonenden Arbeiten geht es um die Vermeidung von Tätigkeiten, die Zeit, Kraft und Energie verschwenden ohne Sie bei der Erledigung Ihrer eigentlichen Aufgaben voranzubringen.

Im Allgemeinen werden 7 unterschiedliche Verschwendungsarten unterschieden, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen möchten. Diese können Sie belasten, in einigen Situationen manchmal allerdings auch entlasten.

Verschwendung und Belastung

Überproduktion – Damit ist die Erstellung von Produkten und Dienstleistungen über die Nachfrage des Kunden oder nachfolgenden Arbeitsschrittes hinaus gemeint. Diese Verschwendungsart begünstigt weitere Verschwendung, zum Beispiel in Form von Beständen. Belastung kann durch eine übermäßige Arbeitsmenge entstehen. Wenn den Mitarbeitern dazu noch bewusst ist, dass sie zu viel produzieren, kann bei diesen darüber hinaus auch das Gefühl entstehen „für die Tonne“ zu produzieren.

Bestände – Dies sind aufgebaute (Zwischen-)Lager, die die Produktion und Auslieferung bei Engpässen oder Problemen in vorgelagerten Bearbeitungsschritten aufrecht erhalten können, aber auch Lagerhaltungskosten verursachen und vor allem Kapital binden. Belastung kann durch vermehrte Suchzeiten entstehen, aber auch durch das Gefühl den Überblick zu verlieren. Allerdings können Zwischenlager auch zu Entlastungseffekten führen, wenn Mitarbeiter sich dadurch weniger abhängig von vorgelagerten Arbeitsschritten fühlen und ohne Wartezeiten im eigenen Tempo arbeiten können.

Fehler & Nacharbeit – Das Produkt ist erst dann fertig, wenn nach sorgfältiger Prüfung keine Nacharbeiten mehr zu leisten sind. Die bereits geleistete Wertschöpfung ist im Falle von Ausschuss verschwendet worden und es müssen zusätzliche Ressourcen für Nacharbeiten eingesetzt werden. Diese zusätzliche Mehrarbeit kann belastend wirken. Bei sehr fehleranfälligen Prozessen kann darüber hinaus auch die Angst unbemerkt Fehler zu machen zu psychischem Druck führen.

Bearbeitungsprozess – Prozesse oder Fertigungsverfahren können ohne Notwendigkeit für das Endprodukt übermäßig komplex ausfallen bzw. mit unnötig hohem Ressourceneinsatz realisiert werden. Dies kann zu Abstimmungsproblemen, Wartezeiten sowie damit verbundenem späterem Zeitdruck führen und somit die Mitarbeiter belasten.

Wartezeiten – Mitarbeiter sind aus unterschiedlichen Gründen gezwungen zu warten – sei es auf die Fertigstellung eines Teils in der eigenen Maschine, auf Produkte aus vorgelagerten Arbeitsschritten oder auf Informationen – und können in dieser Zeit häufig nicht wertschöpfend tätig sein. Als belastend werden diese Wartezeiten empfunden, wenn sie zu einem späteren Zeitpunkt zu Zeitdruck führen, weil Termine eingehalten werden müssen oder Langeweile und das Gefühl „nichts zu schaffen“ aufkommen. Wartezeiten können allerdings als kurze Erholungspausen auch durchaus entlastend und im Endeffekt produktivitätssteigernd sein, wenn sie nicht überhand nehmen.

Bewegung – Unnötige Bewegung von Beschäftigten senkt die Produktivität. Zur unnötigen Bewegung zählt zum Beispiel das Ergreifen von unnötig weit entfernt angeordneten Komponenten als auch weite Wegstrecken, wie zum Beispiel der Gang zur zentralen Werkzeugausgabe, um ein Ersatzwerkzeug zu holen. Übermäßige Bewegung kann gerade bei „ungesunden“ Bewegungsabläufen zu Schmerzen oder muskulären Problemen führen. Übermäßig weite Wege rauben den Mitarbeitern zudem Zeit für ihre eigentlichen Tätigkeiten, so dass sich Zeitdruck ergeben kann. Andererseits kann Bewegung auch entlastend wirken, wenn die ausgeführte Tätigkeit an sich eher bewegungsarm ist.

Transporte – Transporte fallen bei vielen Prozessen zwingend an. Allerdings gilt es, diese Art der Verschwendung etwa durch optimierte Routen bestmöglich zu reduzieren. Transporte können zu unnötiger Bewegung oder Wartezeiten mit den jeweiligen entsprechend Belastungs- und Entlastungseffekten führen.

 

Im Laufe der kommenden Wochen werden wir Ihnen die einzelnen Verschwendungsarten hier nochmals in Form von kurzen Animationsfilmen vorstellen.