Video zur Verschwendungsart „Transporte“

Transporte fallen bei vielen Prozessen zwingend an und gehören zu den notwendigen Verschwendungen in einem Betrieb. Allerdings gilt es, diese Art der Verschwendung etwa durch optimierte Routen bestmöglich zu reduzieren.Transporte können zu unnötiger Bewegung oder Wartezeiten mit den jeweilig entsprechenden Belastungs- und Entlastungseffekten führen. Beispielsweise kann eine Überproduktion Bestände verursachen, die zwangsläufig bewegt werden müssen oder in einem Betrieb existieren zu viele lange und unnötige Transportwege aufgrund nicht zusammenhängender Fertigungsprozesse, die im schlimmsten Fall ein häufiges Ein-Aus-und Umladen für den Transport zur nächsten Anlage oder Maschine erfordern.
Minimale Transportwege sollten somit das Ziel in einer Produktion sein, da unnötige Wege viel Zeit und Geld kosten können.

Unnötige Wege fallen jedoch nicht nur in der Produktion an, sondern können auch im Unternehmen auf andere Weise zu Tage treten, beispielsweise in einem langwierigen Prozess zwischen dem Einreichen und der Prüfung eines Antrags und dessen Genehmigung. Oftmals passiert ein Antrag unzählige Stationen in einem Unternehmen und lässt diesen Prozess unerträglich lang erscheinen. Manchmal sind die Ursachen und Einflussfaktoren für unnötige lange (Transport-) Wege offensichtlich und können leicht behoben werden, in anderen Fällen ist dies auf den ersten Blick nicht zu erkennen. In solchen Fällen kann das Ishikawa-Diagramm dabei helfen mögliche Ursachen und deren Wirkungen herauszuarbeiten.
Bei einem Ishikawa-Diagramm sollen alle möglichen Quellen eines Problems in Betracht gezogen werden um dieses dauerhaft beheben zu können. Für eine strukturierte Ursachenanalyse müssen die wichtigsten Einflussfaktoren ermittelt werden. In der Regel bietet die 5M-Methode ein bewährtes Instrument hierfür, da die Haupteinflussfaktoren meist auf die Faktoren Mensch, Maschine, Methode, Material und Milieu eingegrenzt werden können. Auf diese Weise können man die verschiedenen Ansatzpunkte zur Lösungserarbeitung ermittelt werden.

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Video zur Verschwendungsart „Bestände“

Diese Woche möchten wir wieder ein neues Video vorstellen. Diesmal geht es um das Thema „Bestände“.

Bestände bezeichnen aufgebaute (Zwischen-)Lager, welche im Unternehmen für die Fertigung eines Produkts benötigt werden. Diese sollen die Produktion und Auslieferung bei Engpässen oder Problemen in vorgelagerten Bearbeitungsschritten aufrecht erhalten oder zu Entlastungseffekten führen, wenn Mitarbeiter sich dadurch weniger abhängig von vorgelagerten Arbeitsschritten fühlen.
Die Existenz von Lagerbeständen kann jedoch auch von einer anderen Seite betrachtet werden. Bestände verursachen Lagerhaltungskosten und binden vor allem Kapital. Bei unübersichtlichen und vollen Lagern können Teile in Vergessenheit geraten, gegebenenfalls veralten und wertvollen Platz für neue Ware in Anspruch nehmen.
Neben finanziellen Nachteilen können Bestände auch zu Belastungen seitens der Mitarbeiter führen, aufgrund langer Suchzeiten im Lager oder aber auch durch das Gefühl den Überblick verloren zu haben.

Die Ursache für oftmals unstrukturierte, undurchsichtige und überfüllte Lagerbestände liegt in einer mangelhaften Kommunikation bezüglich benötigter und vorhandener Materialien. Ein bewährter Lösungsansatz für eine bessere Koordination und Abbau von Beständen kann in dem Supermarkt-Prinzip gesehen werden.
Das Supermarkt-Prinzip beschreibt einen Vorgang, bei dem der Kunde aus einem vollen Regal die benötigte Menge seines gewünschten Produktes entnimmt und dieser Fehlbestand unmittelbar registriert und das Regal wieder ausreichend aufgefüllt wird. Dieses Vorgehen kann auf Produktionsbetriebe, genauer gesagt auf den Umgang mit Lagerbestände übertragen werden.
Es ist oftmals zu aufwendig ein Lager direkt komplett umzugestalten, aber es ist durchaus sinnvoll Schritt für Schritt daran zu arbeiten um den Lagerbestand letztendlich reduzieren zu können. Machen Sie sich zunächst Gedanken um das Material in Ihrem Lager und an welchen Stellen Sie beginnen möchten. Denken Sie darüber nach welches Material in großer Menge auf Lager ist, unnötig viel Kapital bindet und vor sich hin altert. Wird von dem Material ein Sicherheitsbestand im Lager benötigt oder kann es nicht eventuell zum gewünschten Zeitpunkt direkt vom Zulieferer ersetzt oder hergestellt werden?
Eine Datensammlung bezüglich notwendiger Informationen über die Materialen, beispielsweise die Lieferzeit, die Zahl der Materialentnahmen oder die Zeiträume zwischen den Entnahmen und ob diese längerfristig geplant oder ungeplant bedarfsgesteuert entnommen wurden, könne darüber Aufschluss geben.
Mit Hilfe des Supermarkt-Prinzips und der Kommunikation zwischen allen Beteiligten über die Entnahmen und Neubesetzung des leeren Materialplatzes, können Bestände langfristig abgebaut werden.

Bestände finden Sie allerdings nicht nur in (Zwischen-)Lagern. Auch in Schreibtisch-Schubladen, Werkzeug-Kästen, Ordnern oder auf der Festplatte lagern wir häufig weitaus mehr Dokumente und Materialien als wir eigentlich brauchen. Im schlimmsten Fall werden so benötigte Teile nicht mehr gefunden oder vorhandenes Material vergessen und irgendwann neu angeschafft oder erstellt. Hier kann es helfen mit Hilfe von 5S Ordnung zu schaffen und diese dauerhaft aufrecht zu erhalten. Das Prinzip von 5S stellen wir Ihnen im Video zu „Wartezeiten“ (zum entsprechenden Blog-Eintrag) vor.

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